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Warum eigentlich aufhören?

Bei einigen mag es der Verhinderung des wirtschaftlichen Ruins dienen.
Es gibt aber einen existenzielleren Grund:
Der Verlust des wahren Selbst, der bei chronischem Kokaingebrauch nicht vermeidbar ist.

Das seelische Gefängnis des Kokain-Users:

Die Einhaltung der Imagevorschriften, - mit der Droge scheint alles easy, blendend, das übersteigerte Selbstverherrlichen und exzellente Unterhalten, Großoffensiven mit der Illusion, es ginge um Selbstverwirklichung. Körper und Sexualität werden in einem nie gekannten Ausmaß als Rohstoffe des postmodernen Persönlichkeits-Designs verwertet. Leerstellen werden mit dem Nächstbesten ausgefüllt.

Auf den zweiten Blick: Erfolgsgetriebenheit in einer kalten Scheinwelt, Beziehungslosigkeit, häufig ist nur noch die Szene geblieben.

Das kann doch nicht das Leben sein.

Grund des Ausstiegs aus der Sucht ist das Bedürfnis, auch ohne Kokain wieder Lachen, Nähe und Liebe empfinden zu können, das Selbstwertgefühl ohne Drogen zu entdecken, die eigenen kreativen Potentiale wieder zu leben und zu teilen.